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Vor gut zwanzig Jahren habe ich neben dem Studium zwei Drehbücher geschrieben. Geworden ist daraus nichts. Ein drittes – der große Wurf – wollte ich irgendwann noch angehen. Dazu gekommen bin ich nie. Geblieben ist eine Storyline.

Der Stoff

Die Geschichte gliedert sich in zwei Hauptstränge, die ineinander verschränkt erzählt werden: ein Politthriller und eine Coming-of-Age-Geschichte.

Erster Strang – Der Politiker

Ein aufstrebender, ambitionierter Politiker mit gutem Herzen lernt seine Frau kennen. Durch eine Intrige wird er für die – nahezu vollständige – Zerstörung der Stadt verantwortlich gemacht und für tot erklärt. Tatsächlich gelingt es ihm, mit seiner schwangeren Frau in den Untergrund zu gehen.

Einer seiner glühendsten Mitstreiter und engsten Freunde verliert bei dem Unglück fast alles, darunter seine Frau und seinen ältesten Sohn. Die Intrige lässt ihn an dem Freund zweifeln; zugleich zerfrisst ihn der Zweifel an sich selbst. Als er erfährt, dass der Politiker noch lebt, fasst er den Entschluss, ihn zu töten.

Hier setzt der Film ein.

Die Eltern eines vierjährigen Mädchens werden erschossen. Das Kind beobachtet die Tat, bleibt aber unentdeckt. Es erkennt ein markantes Mal am Körper des Mörders.

Zweiter Strang – Das Mädchen

Zehn Jahre später bricht das Mädchen aus einer Art Kinderheim auf, um herauszufinden, was damals geschah. Die Suche führt sie in eine lebensfeindliche Stadt, die von der Außenwelt aufgegeben wurde und einen eigenen, wilden Kosmos bildet.

Auf der Suche nach Essen findet sie einen Hund und gerät mit Jungengangs aneinander. Dabei lernt sie einen Jungen kennen – nicht den Anführer, sondern einen sensiblen Charakter aus ärmlichen Verhältnissen. Er hat einen Vater: eben jenen Mitstreiter, den Mörder des Politikers.

Im Zentrum dieses Strangs steht die Hoffnung, dass zwei Seelen in einer unwirklichen Welt zueinanderfinden.

Das Ende

Die Kinder fliehen. Beim Abschied vom Vater des Jungen wird das markante Mal des Mörders vermeintlich sichtbar – und wir bleiben im Unklaren: Haben wir richtig gesehen? Hat das Mädchen es ebenfalls gesehen? Ob sie ihm vergeben hat, wird nicht aufgelöst. Die Hoffnung auf einen Ausweg wiegt schwerer.

Orte und Motive

Beide Stränge teilen sich Orte und Motive. Es gibt einen Moment, in dem die Frau des Politikers ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt – ein schöner Ort, mit weitem Blick über die Stadt. Am selben Ort werden sich später die Kinder finden. Nur öffnet sich vor ihnen ein schreckliches Panorama.

Im Hintergrund stehen: Paul Austers Im Land der letzten Dinge, Children of Men, das Gefühl der Kinderszenen aus Ang Lees Der Eissturm, Cronenbergs The Dead Zone, Die drei Tage des Condor.

Es soll eine große Erzählung werden – über (vermeintlichen) Verrat, über die Verantwortung für das eigene Handeln, über Vergebung, Überleben und die Liebe.

Das Vorhaben

So weit, so gut. Mehr habe ich nicht. Gut – vielleicht noch ein bisschen was im Kopf. Und meine Liebe zum Film.

Aus diesem Gerüst möchte ich nun versuchen, gemeinsam mit meinem Co-Autor – der künstlichen Intelligenz – eine große Erzählung zu bauen. Ob das gelingt, und wie, dokumentiere ich hier auf untitled.movie.

Hamburg, 11.07.2026
Simon Meyborg

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A good twenty years ago, while at university, I wrote two screenplays. Nothing ever came of them. A third one – the big one – I always meant to tackle someday. I never got around to it. What remained is a storyline.

The Material

The story is built on two main strands, told interwoven with each other: a political thriller and a coming-of-age story.

First Strand – The Politician

A rising, ambitious politician with a good heart meets his wife. Through an intrigue, he is blamed for the – almost complete – destruction of the city and declared dead. In truth, he manages to go underground with his pregnant wife.

One of his most fervent comrades and closest friends loses nearly everything in the disaster, among it his wife and his eldest son. The intrigue makes him doubt his friend; at the same time, doubt about himself eats away at him. When he learns that the politician is still alive, he resolves to kill him.

This is where the film begins.

The parents of a four-year-old girl are shot. The child witnesses the deed but remains undiscovered. She recognizes a distinctive mark on the killer’s body.

Second Strand – The Girl

Ten years later, the girl sets out from a kind of children’s home to find out what happened back then. Her search leads her into a hostile city, abandoned by the outside world, a wild cosmos of its own.

Searching for food, she finds a dog and clashes with boy gangs. Along the way she meets a boy – not the leader, but a sensitive character from poor circumstances. He has a father: that very comrade, the politician’s killer.

At the heart of this strand lies the hope that two souls might find each other in an unreal world.

The Ending

The children flee. As they part from the boy’s father, the killer’s distinctive mark seemingly becomes visible – and we are left uncertain: Did we see it right? Did the girl see it too? Whether she has forgiven him is never resolved. The hope for a way out weighs heavier.

Places and Motifs

Both strands share places and motifs. There is a moment when the politician’s wife tells him she is pregnant – a beautiful place with a wide view over the city. In that same place, the children will later find each other. Only now, a terrible panorama opens up before them.

In the background: Paul Auster’s In the Country of Last Things, Children of Men, the feeling of the children’s scenes in Ang Lee’s The Ice Storm, Cronenberg’s The Dead Zone, Three Days of the Condor.

It is meant to become a grand narrative – about (supposed) betrayal, about responsibility for one’s own actions, about forgiveness, survival, and love.

The Undertaking

So far, so good. That is all I have. Well – maybe a little more in my head. And my love of film.

From this scaffolding, I now want to try to build a grand narrative together with my co-author – artificial intelligence. Whether it works, and how, I will document here on untitled.movie.